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Multifunktionelle Hydroxylapatitkomposite für den Knochenersatz

Dr. Nina Ehlert

Leibniz Universität Hannover
Institut für Anorganische Chemie
Callinstr. 9
D-30167 Hannover

Tel.: +49 - (0)511 / 762 - 16084
Fax: +49 - (0)511 / 762 - 3006
E-Mail: nina.ehlertacb.uni-hannover.de
Internet: http://www.acb.uni-hannover.de/

Kurzbeschreibung

Postoperative Infektionen sind ein schwerwiegendes Problem in der Implantologie. Oft können sich aus solchen akuten Erkrankungen auch chronische Formen entwickeln, die oftmals eine Revision des Implantats zur Folge haben. Ein erneuter rekonstruktiven Knochenersatz kann in diesem Fall erst nach einer erfolgreichen Bekämpfung der Infektion erfolgen, was erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität für den Patienten bedeutet. Ursachen für eine postoperative Infektion sind Keime, die oftmals durch die Operation selbst in den Körper eingebracht werden. Die Ausbildung sogenannter „Biofilme“, z.B. auf Implantatoberflächen, die eine Kolonie verschiedener Spezies von Mikroorganismen darstellen, stellt dabei ein schwer zu bekämpfendes Problem dar. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von Knochenersatzmaterialien, die die Ausbildung eines solchen Biofilms minimieren und auch für einen langen Zeitraum nach der Implantation in der Lage sind, aktiv Bakterien zu bekämpfen. Hierbei soll aufgrund der Gefahr der Resistenzbildung auf die Anwendung von Antibiotika verzichtet werden. Außerdem wird eine Optimierung des Basismaterials zum Zweck des Knochenersatzes vorgenommen werden. Hierzu werden Partikel des ebenfalls im natürlichen Knochen zu findenden Hydroxylapatits verwendet. Sie werden bezüglich ihrer Größe, Kristallinität und Art und Größe des Porensystems auf eine optimale Resorption durch den Körper angepasst und mit weiteren knochenbildungsfördernden Substanzen kombiniert. Herausforderung bei der Entwicklung dieser Kombination ist neben der Synthese auch die Freisetzung physiologisch relevanter Mengen dieser Substanzen über einen angemessenen Zeitraum. Als Endprodukte sind Granulate für nicht-lasttragende Knochenrekonstruktionen, aber auch Kompositkörper für Implantate mit mechanischer Belastung erstrebenswert.

Laufzeit

24 Monate