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Wohin nach der Schule? – Ein qualitativer Längsschnitt zu Jugendlichen mit unterschiedlichen Schulerfahrungen und -laufbahnen im Schulabgang und die Bedeutung der Begleiter im formellen Bildungskontext

Dr. Sina-Mareen Köhler

Institut für Erziehungswissenschaft
Schloßwenderstraße 1
30159 Hannover

Tel.: +49 511.762 - 17369
E-Mail: sina-mareen.koehleriew.phil.uni-hannover.de
Internet: http://www.iew.phil.uni-hannover.de/sina_koehler.html

Kurzbeschreibung

Die besuchte Schulform und der soziale Hintergrund gelten als zentrale Determinanten sozialer Ungleichheit, die in individuellen Bildungsverläufen prozessiert und mit der schulischen wie beruflichen Qualifizierung zementiert werden. Die empirische Erforschung der Frage, wie Jugendliche aus verschiedenen Lebenslagen den Schulabgang erfahren und bewältigen, erfordert die Berücksichtigung der Diachronizität dieses Lebensereignisses sowie einen mikroperspektivischen Zugang. Angesichts der bildungsbiographischen als auch gesellschaftlichen Bedeutung dieses Phänomens stellt eine solche empirische Bildungsforschung derzeit ein klar identifizierbares Forschungsdesiderat dar. Eine empirisch-erziehungswissenschaftliche Untersuchung bietet aufgrund ihrer grundlagentheoretischen Fundierung unmittelbare Anknüpfungsmöglichkeiten sowohl für die pädagogische Praxis als auch für die notwendige interdisziplinäre Verknüpfung, z.B. von Berufsbildungsforschung und Hochschulforschung.

Die empirische Fassung des Schulabgangs als Übergangsprozess wird im Projekt mithilfe eines qualitativen Längsschnittdesigns untersucht, in dessen Zentrum narrative und biographische Interviews stehen, die in drei Wellen erhoben und ausgewertet werden. Die erste Erhebungswelle bilden 46 Interviews mit Jugendlichen der 9. Klasse. Dieses Sample wurde im Rahmen des DFG-Projektes „Peergroups und schulische Selektion – Interdependenzen und Bearbeitungsformen“ erhoben und ausgewertet, welches seit 2005 von Prof. H.-H. Krüger am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geleitet wird. In diesem Projekt wurden im qualitativen Längsschnitt bereits dieselben Jugendlichen seit der 5. Klasse mehrfach interviewt. Mit dem hier beschriebenen Forschungsvorhaben „Wohin nach der Schule?“ sollen nun diese Längsschnittfälle weiter befragt werden, wobei der empirische Fokus auf den Schulabgang und dessen Begleitung im formellen Bildungskontext gelegt wird. Zusätzliche Erhebungen sind mit den formellen Bildungsbegleitern geplant bzw. wurden bereits realisiert, indem 15 Interviews mit den Klassen- und Fachlehrern der Jugendlichen erhoben wurden. Weitere Interviews mit den „Bildungsbegleitern“ der Jugendlichen werden parallel zu den Folgeinterviews der geplanten dritten Erhebungswelle geführt, wobei es sich um Personen im Kontext der betrieblichen, schulischen oder akademischen Ausbildung handeln wird.

Laufzeit

24Monate