Einrichtung eines Publikationsfonds

Die Leibniz Universität möchte ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstärkt dabei unterstützen, Open Access zu publizieren. Im Februar 2011 wurde hierzu von Präsidium und Senat die Open-Access-Resolution verabschiedet.

Im Rahmen des Projektes Aufbau eines Forschungsinformationssystems und einer Dienstleistungsinfrastruktur zum Digitalen Publizieren soll ein Publikationsfonds mithilfe einer Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet werden. Aus diesem Publikationsfonds sollen Mittel für Publikationskosten in Open-Access-Veröffentlichungen bereitgestellt werden. Der Antrag an die DFG wurde von der TIB/UB vorbereitet und Ende März eingereicht.

Ergebnisse der Umfrage unter WissenschaftlerInnen der Leibniz Universität zum DFG-geförderten Publikationsfonds

Für die Ausarbeitung des Antrags wurde vom 09.12.2011 bis 09.01.2012 eine Onlineumfrage unter den WissenschaftlerInnen der Leibniz Universität durchgeführt, um benötigte Daten zum Publikationsverhalten zu ermitteln. Der Rücklauf war erfreulich und entsprach je nach Fakultät 8% bis 13%. Insgesamt nahmen 284 WissenschaftlerInnen  an der Befragung teil und lieferten damit eine gute statistische Basis zur Unterstützung des Antrags an die DFG.

Von insgesamt ca. 1745 Artikeln an der Leibniz Universität wurden 40 (2,3%) im Jahr 2011 in Open Access Journals publiziert. (Die Selbstarchivierung von Preprints durch AutorInnen, z.B. bei arXiv, ist dabei nicht berücksichtigt.) Außerdem sind im Jahr 2012 bereits etwa 35 Artikel in Open Access Journals konkret geplant.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität sind Mitherausgeber oder ständige Gutachter von derzeit 18 Open Access Journals (Stand April 2012):

sowie der Buchreihe der GMW (Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V.), Editorial Board: Dr. Christine Schwarz, Organisationsentwicklung IT-Servicemanagement.

Diese Zahlen sind Ergebnis der Online-Umfrage sowie der Auswertung vorhandener bibliographischer Daten.

Überdies ergaben etwa 40 Fragen und Anmerkungen in Freitextfeld ein klares Meinungsbild: Die WissenschaftlerInnen der Leibniz Universität begrüßen die geplante Einrichtung des Publikationsfonds. Über den Start der Förderung durch den Publikationsfonds und die Förderbedingungen werden wir Sie demnächst an dieser Stelle informieren.

Wir bedanken uns herzlich bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre Unterstützung beim Zusammenstellen dieser Daten!

Falls Sie nicht an der Umfrage teilnehmen konnten, können Sie Ihre Anregungen oder Fragen selbstverständlich auch jetzt an Herrn Lambert Heller (E-Mail: lambert.hellertib.uni-hannover.de) senden.

Weiterführende Informationen:

2012: Mehr als 7.400 qualitätsgesicherte OA-Journals weltweit

2011: Laut einer EU-Studie begrüßen 90% aller Wissenschaftler OA für ihr Fach

2011: In den drei größten OA Fachdatenbanken (PubMedCentral, arXiv, RePEc) haben AutorInnen bislang ca. 4 Mio. Aufsätze frei zur Verfügung gestellt; Wachstumsrate: 12-15% pro Jahr

2003: Die deutschen Wissenschaftsorganisationen fordern und fördern OA in der Berliner Erklärung

Weiteres bei der Informationsplattform des deutschen OA-Netzwerks

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Letzte Änderung: 25.04.2012